Verdi: “Ein Maskenball” in Wiesbaden

Giuseppe Verdi: Ein Maskenball (Foto Interieur Chrysler Building: Chris Sampson unter Lizenz Attribution 2.0 Generic | CC BY 2.0)
Giuseppe Verdi: Ein Maskenball (Foto Interieur Chrysler Building: Chris Sampson unter Lizenz Attribution 2.0 Generic | CC BY 2.0)

Mit Giuseppe Verdis “Ein Maskenball” (Un ballo in maschera) eröffnet das Hessische Staatstheater Wiesbaden die Internationalen Maifestspiele 2018 – am Pult steht Generalmusikdirektor Patrick Lange. Die Inszenierung von Beka Savić versetzt die in Boston spielende Handlung in die Zeit der Prohibition der 1920er Jahre. Sowohl die Arbeiterklasse als auch die High Society sehnen sich nach der Flucht in den Rausch, die ihnen durch den Staat vorenthalten wird. Gleichwohl gibt es Schlupflöcher: Bardame Ulrika versorgt die Bevölkerung mit allen wichtigen Informationen und Riccardo ist zugleich gerissener Whisky-Importeur wie auch Veranstalter von legendären Parties wie dem finalen Maskenball. Dieser findet im Art déko-Ambiente von Bühnenbildner Luis Carvalho und in den dekadent-opulenten Kleidern und Masken von Kostümbildnerin Selena Orb statt. Weiterlesen

Tannhäuser von Richard Wagner in Wiesbaden

Tannhäuser am Staatstheater Wiesbaden (Foto: Karl & Monika Forster)
Tannhäuser am Staatstheater Wiesbaden (Foto: Karl & Monika Forster)

Mit der Spielzeit 2017/2018 ist Patrick Lange neuer Generalmusikdirektor am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, das sich in besonderer Weise den Opern von Richard Wagner verschieben hat. Die erste Wagner-Premiere mit dem Spezialisten für großes romantisches Repertoire am Pult ist am 19. November 2017 “Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg”. Mit dem Intendanten Uwe Eric Laufenberg übernimmt zudem einer der zurzeit aktivsten Wagner-Regisseure die szenische Verantwortung. Weiterlesen

Matthäuspassion in zwei Versionen

Felix Mendelssohn Bartholdy: Die Thomaskantorei (Aquarell von 1838)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Die Thomaskantorei (Aquarell von 1838)

Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion, die „große Passion“ für den Karfreitag 1727 in der Leipziger Thomaskirche, kann vor allem aus einem Grund als sein wichtigstes Werk betrachtet werden: Es war der entscheidende Auslöser für die Wiederentdeckung seiner Werke im 19. Jahrhundert. Felix Mendelssohn Bartholdy war es, der durch ein Geschenk seiner Großmutter auf diese gewaltige Komposition aufmerksam wurde und sie knapp 80 Jahre nach Bachs Tod als Dirigent in Berlin und Frankfurt zur Aufführung brachte. Für seine eigenen Oratorien ließ er sich entscheidend von Bach inspirieren. Weiterlesen

Archiv


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Wagner: Götterdämmerung in Wiesbaden

Richard Wagner: Götterdämmerung am Staatstheater Wiesbaden (Foto: Karl & Monika Forster)
Richard Wagner: Götterdämmerung am Staatstheater Wiesbaden (Foto: Karl & Monika Forster)

Der komplette “Ring des Nibelungen” von Richard Wagner in der Inszenierung des Intendanten: Das Staatstheater Wiesbaden holt Uwe Eric Laufenbergs Interpretation von Richard Wagners Hauptwerk aus Linz nach Wiesbaden. Götterdämmerung ist der finale Teil der Tetralogie und die einzige der vier Opern, die einen Chor verwendet. So stehe ich gemeinsam mit den übrigen Mannen ab dem 23. April 2017 auf der Bühne. Nach der Premiere sind weitere Vorstellungen im Rahmen der Wiesbadener Maifestspiele 2017 und als Zyklus mit den übrigen drei Teilen des Bühnenfestspiels zu sehen. Die Musikalische Leitung für den gesamten “Ring” übernimmt der britische Dirigent Alexander Joel, zur Premiere sind in den Partien von Siegfried  und Brünnhilde Andreas Schager und Catherine Foster zu sehen. Weiterlesen

Wagner: “Der fliegende Holländer” am Staatstheater Wiesbaden

Richard Wagner: Der fliegende Holländer am Staatstheater Wiesbaden 2015/16
Richard Wagner: Der fliegende Holländer am Staatstheater Wiesbaden 2015/16

Am 18. März 2018 nimmt das Hessische Staatstheater Wiesbaden die beliebte Produktion von Richard Wagners “Der fliegende Holländer” in der Inszenierung von Michiel Dijkema wieder auf. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Patrick Lange. Neben den Vorstellungen im Rahmen des Repertoires ist die Oper auch bei den Internationalen Maifestspielen 2018 zu sehen. Weiterlesen

Ballett am Rhein: “Petite Messe solennelle” bei den Internationalen Maifestspielen

Ballett am Rhein: Petite Messe solennelle [b.32], Choreographie: Martin Schläpfer - Foto: Gert Weigelt
Ballett am Rhein: Petite Messe solennelle [b.32], Choreographie: Martin Schläpfer – Foto: Gert Weigelt
Die “Petite Messe solennelle” von Goachino Rossini ist eine umfangreiche Messkomposition. Ihren Namen verdankt sie der kleinen Instrumentalbesetzung, die der Komponist neben Chor und Solisten verwendet. Die Internationalen Maifestspiele 2018 zeigen es in Wiesbaden in einer spektakulären szenischen Umsetzung. Martin Schläpfers Choreographie für das Ballett am Rhein kam 2017 im Opernhaus Düsseldorf heraus. Sie wurde in einer aufwändigen Fernsehproduktion durch ZDF und 3sat aufgezeichnet. Am 13. und 14. Mai 2018 ist das abendfüllende Werk in einer Zusammenarbeit mit dem Bachchor Mainz sowie Solistinnen und Solisten der Deutschen Oper am Rhein bei den Internationalen Maifestspielen am Hessischen Staatstheater zu erleben. Die für eine Begleitung durch zwei Klaviere und Harmonium vorgesehene Komposition wird hier mit originalen Pleyel-Flügeln aus dem 19. Jahrhundert aufgeführt.  Weiterlesen

Oratorium “Elias” von Felix Mendelssohn

Juan de Valdés Leal: Himmelfahrt des Elias (Öl auf Leinwand, 1655/56)
Juan de Valdés Leal: Himmelfahrt des Elias (Öl auf Leinwand, 1655/56)

Nachdem der Bachchor Mainz gemeinsam mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern im Jahr 2014 Felix Mendelssohns Oratorium “Paulus” aufgeführt hatte, steht im Mai 2018 nun das “Elias” auf dem Programm. Am 5. Mai ist das großformatige Werk im 5. Abonnementkonzert der Bachchor-Spielzeit unter der Leitung von Ralf Otto in der Christuskirche Mainz zu hören. Ein Mitschnitt des Konzerts wird zu einem späteren Zeitpunkt auf SR 2 Kultur gesendet. Weiterlesen

Verdi: “Otello” am Staatstheater Wiesbaden

Giuseppe Verdi: Otello am Staatstheater Wiesbaden 2015/16
Giuseppe Verdi: Otello am Staatstheater Wiesbaden 2015/16

Die Spielzeit 2015/16 des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden eröffnete mit Giuseppe Verdis Oper “Otello” von 1886 – an diesem Haus war es die erste Produktion, an der ich mitwirkte. Premiere war am 17. September 2015, am Pult stand der britische Dirigent Leo McFall, Gewinner des Deutschen Dirigentenpreises 2015. 2017/18 übernimmt Daniela Musca die Musikalische Leitung. Weiterlesen

Glashütter Passion mit der Schiersteiner Kantorei

Glashütter Passion mit der Schiersteiner Kantorei in der Marktkirche Wiesbaden am Karfreitag 2015
Aufführung der Glashütter Passion mit der Schiersteiner Kantorei in der Marktkirche Wiesbaden am Karfreitag 2015

Regelmäßig bringt die Schiersteiner Kantorei zu Karfreitag die “Glashütter Passion” eines anonymen Meisters zu Gehör. Der vermutlich aus Dresden stammende Komponist schrieb das Werk um 1700 – erst Jahrzehnte später wurde es im Kantoreiarchiv der Stadt Glashütte wiederentdeckt. In seinem Stil ähnelt es den Passionen von Heinrich Schütz; durch den Verzicht auf instrumentale Begleitung und klangfarbliche Überformung wird hier aber eine Strenge erreicht, die der Stimmung des Karfreitags in besonderer Weise Rechnung trägt. Weiterlesen

Sunshine after Rain: convivium musicum mainz a cappalla

Sunshine after Rain: convivium musicum mainz a cappella (Foto: (c) Adobe Stock / dangutu)
Sunshine after Rain: convivium musicum mainz a cappella [Hintergrundbild: © Adobe Stock / dangutu]
Mit einem romantischen a cappella-Programm eröffnet das convivium musicum mainz sein Konzertjahr 2018. Damit feiert der Kammerchor, den ich während meines Musikwissenschaftsstudiums an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mitgegründet habe, bereits sein 15-jähriges Bestehen. Und auch der aktuelle Chorleiter Danilo Tepša begeht derzeit mit zehn Jahren beim convivium ein Jubiläum. Seine Vorliebe für die deutsche Romantik und die britische Kultur im Allgemeinen war Impulsgeber für das aktuelle Programm. Werke von Johannes Brahms, Edward Elgar, Gerald Finzi, Felix Mendelssohn Bartholdy und Hubert Parry mit melancholischem, aber tröstlichem Charakter sind unter dem Motto “Sunshine after Rain” versammelt. Weiterlesen