Festkonzert 10 Jahre Hochschule für Musik Mainz

Bilder aus der Kriegsfibel: Deutsche Soldaten nach ihrer Kapitulation in Stalingrad 1944
Bilder aus der Kriegsfibel: Deutsche Soldaten nach ihrer Kapitulation in Stalingrad 1944

Unter dem Motto “Hoffnungen … Träume … Visionen” feiert die Hochschule für Musik Mainz das zehnjährige Bestehen ihres Neubaus. Das Chor- und Orchesterkonzert am 24. November, dem Vorabend des Totensonntags ist dabei nicht als Jubel-Event, sondern als Gedenkveranstaltung konzipiert. Zu Werken von Hanns Eisler, Leonard Bernstein und Johannes Brahms gesellen sich dabei Texte des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Nachdem ich vor zehn Jahren die Uraufführung von Thomas Wells’ “Fünf Trakl-Liedern” mitgesungen habe, nehme ich diesmal als Mitglied des Bachchores Mainz teil, der gemeinsam mit dem Hochschulchor singt. 

Gedenktage sind zeitliche Wegmarken, die zum Innehalten auf unserem “Lebenssprint” und zu Besinnung wie Vergegenwärtigung einladen. Exakt am 24. November vor zehn Jahren konnte die Mainzer Musikhochschule ihren lang ersehnten Neubau im Jakob-Welder-Weg mit einem Festkonzert im Roten Saal offiziell einweihen, begleitet von Glücksgefühlen, Hoffnungen und Fantasien von Studierenden, Lehrenden und verantwortlichen Politikern. Auf dem Programm stand, neben einer Uraufführung von Thomas Wells, Wolfgang Amadeus Mozarts “Jupitersinfonie” – ein Werk, das das Hochschulorchester 2018 im Rahmen von MainzMusik (“Erinnerung”) erneut zur Aufführung gebracht hat. Der Musik-Neubau hat in den vergangenen zehn Jahren viel erlebt, gesehen und gehört. Wir freuen uns daher, zum 10. Jahrestag der Eröffnung ein Konzert mit den beiden größten Ensembles der Hochschule, dem Orchester und dem Chor, sowie mit Beteiligung diverser Lehrender und des Universitätspräsidenten, aufführen zu können. Das Jahr 2018 hält aber auch im größeren gesellschaftlichen und kulturellen Kontext wichtige Anlässe bereit, die es wert sind, bedacht zu werden: 100. Geburtstag Leonard Bernstein – 100. Geburtstag Helmut Schmidt – 120. Geburtstag Bertolt Brecht – 120. Geburtstag Hanns Eisler – 175. Todestag Friedrich Hölderlin – 400. Jahrestag Beginn des 30-jährigen Krieges. Die zum Teil prägende, zum Teil unerwartete innere Vernetzung vieler der hier aufgelisteten Ereignisse ist – über die Tatsache eines „memorial day 2018“ hinaus – die Keimzelle für die außergewöhnliche Programmkonzeption dieses “Jubiläumskonzertes”. [Text: Pressemitteilung der Hochschule für Musik Mainz]

Programm “Hoffnungen … Träume … Visionen”

  • Hanns Eisler (1898–1962)
    Gegen den Krieg‌¹
    Thema und Variationen für gemischten Chor a capppella nach Texten von Bertolt Brecht, 1936
  • Leonard Bernstein (1918–1990)
    Chichester Psalms‌²
    für gemischten Chor, Knabensolo und Orchester, 1965
  • Hanns Eisler
    Bilder aus der “Kriegsfibel”‌²
    Kantate für Sopran-, Tenor-, Bariton-Solo, Männerchor und Orchester nach Texten von Bertolt Brecht, 1957
  • Johannes Brahms (1833–1897)
    Schicksalslied‌²
    für gemischten Chor und Orchester, op.54, 1871
  • Rezitation von Texten von Helmut Schmidt (1918–2015)

Mitwirkende

Hyeon Werther, Knabenalt
Elisabeth Scholl, Sopran
Andreas Karasiak, Tenor
Hans Christoph Begemann, Bariton
Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch, Rezitation

Orchester der Hochschule für Musik Mainz

Chor der Hochschule für Musik Mainz
Bachchor Mainz

¹ Erik Reinhardt, Dirigent
² Wolfram Koloseus, Dirigent

Termin

Samstag, 24. November 2018 | 17:00 Uhr | Christuskirche Mainz – Eintritt frei (Zählkarten bei Eventbrite erhältlich)

Weitere Informationen

Auf der Website der Hochschule für Musik Mainz finden Sie weitere Details.