Rembrand: David übergibt Goliaths Haupt dem König Saul

Händel: “Saul” in Mainz und Frankfurt

Am 7. und 8. Juli gelangt Georg Friedrich Händels Oratorium “Saul” zur Aufführung. Ralf Otto leitet den Chor der Hochschule für Musik Mainz und das Bachorchester Mainz. Die Solopartien übernehmen größtenteils Studierende der Mainzer Musikhochschule, ich singe die Partie des Amalekiters. Das erste der Konzerte findet in der Christuskirche Mainz statt, das zweite in der Heilig-Geist-Kirche im Dominikanerkloster Frankfurt am Main.

Das Oratorium Saul entstand im Sommer 1738, in einer Zeit, in der sich Händel von seinen gesundheitlichen Problemen erholte. Das Werk wurde bereits zu Händels Lebzeiten gerne aufgeführt, geriet auch im 19. Jahrhundert nicht in Vergessenheit, und das 20. Jahrhundert sah dann auch szenische Produktionen dieses originellen Stücks. Es markiert die erste Zusammenarbeit Händels mit dem Librettisten Charles Jennens, der später für Messiahund Belshazzar verantwortlich zeichnete.

Im Mittelpunkt dieses Werkes steht die biblische Gestalt des Königs des Volkes Israel, Saul. David, nach seinem siegreichen Kampf gegen Goliath, wird vom Volk gefeiert, Saul, eifersüchtig auf den Helden, versucht ihn zu töten. Doch seine Tochter Michal und sein Sohn Jonathan halten zu David. Saul sucht eine Wahrsagerin auf, die eine Niederlage Israels im Kampf gegen die Philister prophezeit. So kommt es: Saul und Jonathan sterben, David beweint ihren Tod, das Volk macht ihn zu seinem König.

Georg Friedrich Händel: Saul – Die Macht der Musik

Das Libretto hebt die allgemein menschlichen Züge der biblischen Gestalten hervor, David als der Mann aus dem Volke zeichnet sich durch Tapferkeit und Selbstbeherrschung aus, nicht durch eine hohe Geburt, Saul scheitert an seinem Hochmut. Letztlich aber hat das Volk das Sagen, daher auch die zahlreichen Chöre in dem Stück.

Mit David wird auch die Macht der Musik gefeiert: Er ist der einzige, der durch die Klänge seines Instruments die Geister zu vertreiben vermag, die König Saul bedrängen. In der 4. Szene des vierten Akts besingt der Hohepriester die Macht der Musik. David als Musiker mehr noch als Kämpfer ist der Held dieses Oratoriums, er vermag durch die Musik die Menschen zu vereinen – daher setzt das Volk ihn auf den Thron.

(Einführung: Bachchor/Bachorchester Mainz)

Mitwirkende

Vokalsolisten der Hochschule für Musik Mainz
Christopher Peter, Amalekiter
Chor der Hochschule für Musik Mainz
Bachorchester Mainz
Ralf Otto, Dirigent

Termine

7. Juli 2019, 19:30 Uhr – Christuskirche Mainz (Eintritt frei)

8. Juli 2019, 19:30 Uhr – Heilig-Geist-Kirche im Dominikanerkloster Frankfurt/Main (Tickets 15 € an der Abendkasse)

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website der Hochschule für Musik Mainz unter www.musik.uni-mainz.de und des Kirchenmusikvereins Frankfurt unter www.kmv-frankfurt.de